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Kava-Kava kann schwere Nebenwirkungen hervorrufen
 
Vorsicht: Die Präparate sind in Österreich verboten, werden aber im Internet sowie im Ausland angeboten
 
Wurzelextrakte von Kava-Kava - dem Rauschpfeffer (Piper methysticum) - werden im Südseeraum zur Zubereitung des Kava-Getränks, welches eine Anästhesie von Zunge und Mundschleimhaut sowie ein reduziertes Geschmacksempfinden bewirkt und Wohlbefinden, Friedfertigkeit und Entspannung hervorrufen soll, verwendet. Der Mechanismus der angstlösenden Wirksamkeit ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht sicher geklärt, gut untersucht wurden jedoch in den letzten Jahren die schweren Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Kava-Kava auftreten können. Diese reichen von Allergien bis hin zu schwerem Leberversagen. Deshalb wurden Präparate mit Kava-Kava als Wirkstoff in Österreich bereits am 21.7.2002 (Erlass des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen; GZ: 21.420/67-VI/A/3/02) verboten.

Da die Produkte durch Internet-Versand oder Auslandsreisen immer noch nach Österreich eingeführt werden, warnt die Österreichische Apothekerkammer vor Kava-Kava Präparaten, die am Schwarzmarkt angeboten werden. Für die Behandlung von Angst- und Spannungszuständen stehen andere, weit risikoärmere Arzneimittel in den Apotheken zur Verfügung.