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Wien wird herzsicher - Defibrillatoren in Apotheken retten Leben!
 
Der Verein Puls und die Wiener Apothekerkammer schulen laufend Apothekerinnen und Apotheker im sicheren Umgang mit Defibrillatoren
 
Erste Hilfe leisten, Leben retten – beim plötzlichen Herztod zählt jede Minute. Deshalb finden laufend Schulungen im Umgang mit Defibrilatoren in Wiener Apotheken statt. Am Freitag 23. November 2018 luden der Verein Puls und die Apotheke Zur Kaisermühle Apothekerinnen und Apotheker sowie interessierte Laien zu einer Schulung zum Einsatz eines Defibrillators. Die Apothekerkammer Wien unterstützt diese Veranstaltungen als wichtigen Beitrag zu einem herzsicheren Wien.



Die Apotheken setzen einen wichtigen Schritt gegen den plötzlichen Herztod. In den vergangenen drei Jahren stattete die Österreichische Apothekerkammer ausgewählte Apotheken mit potenziell lebensrettenden Defibrillatoren, kurz „Defis“, aus. „In unseren als HERZsicher gekennzeichneten Apotheken in Wien stehen Defibrillatoren zur Verfügung. Laufende Schulungen für Apothekerinnen und Apotheker zum sicheren Umgang mit diesen Geräten sind ein wichtiger Schritt, um Wien noch herzsicherer zu machen. Es freut uns, dass nun auch in der Apotheke Zur Kaisermühle im 22. Wiener Bezirk ein Defi für lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen rund um die Uhr zur Verfügung steht“, so Priv.-Doz. Mag. pharm. DDr. Philipp Saiko, Präsident der Apothekerkammer Wien.

„Für uns ist es von großer Bedeutung und Wichtigkeit, die von jedermann durchführbaren Erste-Hilfe-Maßnahmen, nämlich Notruf 144 wählen, schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes drücken und einen Defi verwenden, allen Wienerinnen und Wienern zu vermitteln. Dies kann man sich leicht mit der Botschaft ,Rufen – Drücken – Schocken‘ merken. Selbstverständlich unterstützen wir die bemerkenswerte Initiative der Österreichischen Apothekerkammer mit großer Freude“, betont PULS-Präsident Prof. Harry Kopietz.

Apotheken als Defi-Standorte
Apotheken eignen sich ausgezeichnet als Defi-Standorte. Sie sind tagtäglich Anlaufstelle für hunderttausende Menschen und Kompetenzzentrum für viele gesundheitliche Fragen. Durch die flächendeckende Verteilung der Apotheken in ganz Österreich, die Öffnungszeiten und Bereitschaftsdienste in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen fungieren die Apothekerinnen und Apotheker schon jetzt als sprichwörtliche Retter in der Not.
In vielen Apotheken in Österreich ist ein Defibrillator für lebensrettende Maßnahmen verfügbar, zahlreiche Apothekerinnen und Apotheker haben aus eigener Initiative einen Defibrillator angeschafft.

Jede Minute zählt
In Österreich erleiden jährlich rund 12.000 Menschen einen plötzlichen Herztod, in Wien sind es rund 3.500 Personen – oft völlig unerwartet und ohne vorangegangene Symptome. Zirka 20 Prozent der Betroffenen können gerettet werden. Durch eine Herzdruckmassage und den raschen Einsatz eines Defibrillators können die Überlebensraten auf bis zu 70 Prozent erhöht und somit Todesfälle durch plötzlichen Herzstillstand drastisch reduziert werden.
Wo sich der nächste Defibrillator befindet, kann jede und jeder einfach und unkompliziert unter www.definetzwerk.at einsehen.

Apotheken auf einen Blick
In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Fragen an:
Österreichische Apothekerkammer, Landesgeschäftsstelle Wien
Presse und Kommunikation
Mag. Elisabeth Ort, Mag. Silvia Pickner
Tel.: 01/404 14 DW 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at


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Copyright: © Puls/Kellner
Bildtext:
Schulung für Apothekerinnen und Apotheker im Umgang mit dem Defibrillator

v.l.n.r.: Dr. Florian Ettl, Mag. pharm. Fares Albaba, Mag. pharm. Jasmine Bischof-Mansouri, Mitarbeiterin Puls, DDr. André Farkouh

Presseinformation von 26.11.2018