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Erste Hilfe bei trockener Haut
 
Apothekertipp von Frau Mag.pharm Karin Burkowski
 
Es kratz, juckt und spannt... Viele von uns kennen dieses unangenehme Gefühl, wenn die Haut zu trocken ist. Manchmal kommen auch noch Rötungen oder Risse dazu. Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Ekzem. Was aber können wir tun, damit es erst gar nicht so weit kommt?









Die Ursachen für trockene Haut sind vielfältig, nicht bei jedem gleich und auch nicht immer beeinflussbar. Zu den von außen kommenden Faktoren zählen unter anderem das Wetter, Pflegeprodukte, Tabakkonsum oder bestimmte Medikamente. Innerliche Auslöser sind beispielsweise hormonelle Umstellungen, wie eine Schwangerschaft, oder unser Alter. Zusätzlich gibt es auch noch Erkrankungen, die trockene Haut verursachen können.

Die 4 Säulen für eine gesunde Haut sind: die richtige Pflege, gute Ernährung, ausreichende Flüssigkeitsversorgung und das Vermeiden schädlicher Umwelteinflüsse. Ihr Apotheker kann Sie gezielt beraten und speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Pflegeprodukte empfehlen. Er weiß auch, wann jedenfalls ein Arzt aufgesucht werden muss. Nehmen sie sich also Zeit für ein Gespräch mit dem Apotheker ihres Vertrauens. Es lohnt sich.

Als allgemein gültig kann man folgende Ratschläge betrachten:

  • Vermeiden sie ausgiebiges Duschen oder Baden. Vor allem heißes Wasser trocknet zusätzlich aus. Als Faustregel gilt: Kurz und lauwarm ist empfehlenswert. Setzen sie ihre Haut nicht ungeschützt Kälte oder UV-Licht aus. Der richtige Sonnenschutz ist auch im Winter wichtig. Besonders exponierte Stellen sollte man vor allem bei längeren Aufenthalten im Freien auch mit Kälteschutzzubereitungen behandeln.
  • Ernähren sie sich ausgewogen und gesund. Ihre Haut ist ein großes Organ und benötigt Nährstoffe und Flüssigkeit, damit sie ordentlich funktionieren kann.
  • Trinken sie ausreichend, außer ihr Arzt hat ihnen aus gesundheitlichen Gründen einen gegenteiligen Ratschlag erteilt.
  • Rauchen Sie nicht.
  • Tragen Sie Handschuhe beim Putzen oder Umgang mit Chemikalien.
  • Verzichten Sie möglichst auf Waschmittel mit vielen Duft- und Farbstoffen.
  • Verwenden Sie geeignete Hautpflegeprodukte, die ihrem Hauttyp angepasst sein sollten. Die verwendeten Produkte zur Reinigung und Pflege sollen die wichtige Barrierefunktion stärken und für einen ausgewogenen Flüssigkeits- und Fetthaushalt der Haut sorgen. Viele von uns vertragen auch bestimmte Konservierungs- und Duftstoffe nicht. In diesem Fall gibt es spezielle Produkte in der Apotheke. Außerdem können auch individuelle Zubereitungen angefertigt werden.

Reagieren sie schnell, wenn sich Trockenheit einstellt. Je früher sie eingreifen, desto besser.
Vor allem im Winter kämpfen viele Menschen mit rissigen oder rauen Stellen an den Händen. Diese lassen sich meist ganz gut mit dexpanthenolhaltigen Zubereitungen behandeln. Zusätzlich empfehle ich, je nach Situation, die Verwendungen von Handwaschölen, milden Reinigungslotionen, Handcremen oder auch Hautschutzcremen. Wer es gerne natürlich hat, kann auch hin und wieder eine Packung mit Jojobaöl oder Olivenöl machen. Mein Tipp: Verwenden sie Zwirnhandschuhe aus der Apotheke. So hat ihre Haut Zeit die wertvollen Öle aufzunehmen und sie können ihre Hände weiterhin einsetzen ohne überall Fettflecken zu hinterlassen.
Kommen sie gut durch den Winter, in den 201 oberösterreichischen Apotheken erhalten Sie die entsprechende fachkundige Beratung!