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Pflanzliche Hilfen für Magen und Darm
 
 
Harmlose Verdauungsbeschwerden sind mit Heilpflanzen gut in den Griff zu bekommen



Der Magen- und Darmtrakt kann unter Umständen sehr empfindlich reagieren. Schwer verträgliche Speisen, Stress, zu hastiges Essen, zu viele Genussmittel, wie Kaffee, gezuckerte Getränke oder Alkohol und Bewegungsmangel können Beschwerden wie Völlegefühl, Sodbrennen oder Blähungen verursachen. Gerade die Weihnachtszeit mit diversen kulinarischen Verlockungen, von köstlichen Weihnachtskeksen bis zur Weihnachtsgans, stellt besondere Anforderungen an den Verdauungstrakt. Für unser Verdauungssystem bedeutet die weihnachtliche Schlemmerei nämlich Schwerstarbeit und kann die Festtagsstimmung so richtig verderben.

Die Verdauung beginnt bereits im Mund und kann durch verschiedene Gewürze - wie Pfeffer, Chili, Curry, Paprika, Senf u.a. - unterstützt werden. Sie regen die Speichelproduktion an und erhöhen somit auch die Aktivität der Verdauungsenzyme. „Darüber hinaus kann eine Reihe von Heilkräutern Magen, Leber und Galle bei der Verdauung unterstützen. Die Mariendistel war schon in der Antike als leberwirksame Heilpflanze bekannt. Die Früchte der Mariendistel enthalten einen Wirkstoff, der eine schützende und funktionsverbessernde Wirkung auf die Leberzellen hat“, weiß Mag. pharm. Maria Böcskör, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Burgenland.

Die Wirkstoffe der Artischocke regen den Gallenfluss an und unterstützen somit die Fettverdauung. Die Inhaltsstoffe der Pfefferminze, vor allem das Menthol, haben eine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur des Verdauungstraktes. Zubereitungen aus der Pfefferminze finden Anwendung bei krampfartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich sowie der Gallenblase und den ableitenden Gallenwegen. „Fragen Sie Ihre burgenländische Apothekerinnen und Apotheker, sie beraten Sie gerne“, so die Apothekerin Maria Böcskör.