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WHO Studie >Pharmacists against smoking<
 
 


Pressemitteilung EURO/06/02
Kopenhagen, 21. März 2002

    Eine Untersuchung unter über 8000 Apothekern aus ganz Europa zeigt, dass nur 11.8% der Apotheker rauchen und die Hälfte davon gerne aufhören würde. Etwa 35% der Apotheker sind ehemalige Raucher. Unter den Apothekern findet man, wie auch unter Zahnärzten und Ärzten, weniger Raucher als unter der breiten Bevölkerung des jeweiligen Landes. Die Forschungsstudie „Pharmacists against smoking“ untersuchte die Rauchergewohnheiten europäischer Apotheker und fragte nach ihren Ansichten zur Durchführung von Nichtraucheraktivitäten in Apotheken. Die Erhebung wurde vom EuroPharm Forum, einem Netz von 45 nationalen Apothekerverbänden, gemeinsam mit dem WHO-Regionalbüro für Europa durchgeführt.

„In Bezug auf das Rauchen hat sich unsere Tätigkeit als Apotheker in den letzten Jahren grundlegend und rasch gewandelt“, erklärt Eeva Teräsalmi, der Vorsitzende der Task Force Raucherentwöhnung des EuroPharm Forums. „Die Apotheker helfen den Rauchern zunehmend aktiv, das Rauchen aufzugeben, und wir wissen, dass ihr eigenes Verhalten dabei eine Rolle spielt. Apotheker, die selbst nicht rauchen, geben Informationen zur Prävention des Rauchens aktiver aus als ihre rauchenden Kollegen und sie helfen ihren Klienten auch bereitwilliger bei dem Versuch, die Zigaretten aufzugeben. Die Fragebogenerhebung zeigt, dass 72% der Apotheker Raucherentwöhnungsaktivitäten als normalen Teil ihrer täglichen Arbeit betrachten.“

„In dieser Woche trifft sich das zwischenstaatliche Verhandlungsgremium für das Anti-Tabak-Rahmenübereinkommen um seinen Kampf gegen den Tabak fortzusetzen“, so Dr. Marc Danzon, der WHO-Regionaldirektor für Europa. „Doch die Arbeit läuft auf allen Ebenen. Diese Erhebung macht deutlich, welche Rolle die Fachkräfte in allen Gemeinden spielen.“ Der Bericht fordert dazu auf, die von den Apothekern für die Raucherentwöhnung geleistete Arbeit anzuerkennen, die Funktion des Apothekers in nationalen Leitlinien und Empfehlungen festzuschreiben und die von den Apothekern erzielten Ergebnisse wissenschaftlich auszuwerten.

Der Forschungsbericht wurde über das Europäische Netzwerk zur Prävention des Rauchens und den finnischen Apothekerverband von der Europäischen Kommission finanziert. Er ist im World Wide Web unter http://www.euro.who.int/document/E75099.pdf zu finden.

In Österreich haben 1099 ApothekerInnen an dieser Studie teilgenommen. Die Österreichischen Apotheker bekamen ex aequo mit Deutschland die "beste Note" (95%) beim Wissen (Fortbildung und Ausbildung).