Druckansicht
Welt-Asthma-Tag am 7. Mai
 
 
Etwa 7 Prozent der Bevölkerung in Österreich leiden laut Statistik Austria an Asthma. Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Österreich. Weltweit sind etwa 300 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen. Sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen ist die Zahl der Erkrankten stetig im Steigen. Es wird geschätzt dass es im Jahr 2025 etwa 400 bis 450 Millionen Menschen mit Diagnose Asthma geben wird.
Asthma ist somit auf der ganzen Welt ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem, das alle Altersgruppen betrifft. Obwohl in manchen Ländern Krankenhausaufenthalte und Sterberaten aufgrund von Asthma stark abnehmen, stellt die Krankheit immer noch eine große Bürde für das Gesundheitssystem dar. Asthma bei Erwachsenen ist ein gesellschaftliches Problem aufgrund verminderter Produktivität der Betroffenen am Arbeitsplatz. Asthma bei Kindern ist mit großen familiären Belastungen verbunden. Besonders bei Kindern ist die Häufigkeit der Erkrankungen in vielen Ländern steigend.
Welt-Asthma-Tag
Um das Bewusstsein für und die Behandlung von Asthma auf der ganzen Welt zu verbessern, findet jedes Jahr am ersten Dienstag im Mai der Welt-Asthma-Tag (engl. World Asthma Day) statt. Er wird seit 1998 von der Globalen Initiative für Asthma (GINA) organisiert.
Hauptziele von GINA sind die Sensibilisierung für die Erkrankung und ihre Folgen für die öffentliche Gesundheit, die Förderung von Untersuchungen des Zusammenhanges zwischen Asthma und Umwelteinflüssen, die Verbesserung des Asthma-Managements und des Zugangs zu wirksamen Therapien für die Betroffenen.


Was ist Asthma?
Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine dauerhafte Entzündung der Atemwege. Daher sind eine möglichst frühzeitige Diagnose und eine gezielte medikamentöse Behandlung wesentlich, um ernsthafte Komplikationen zu verhindern.
Charakteristisch für eine Asthma-Erkrankung sind Keuchen, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust und Husten. Diese Symptome variieren in Häufigkeit und Intensität, beschwerdefreie Intervalle werden dabei durch akute Asthmaanfälle begleitet von limitiertem Ausatmungsluftstrom, unterbrochen. Auslöser sind häufig sportliche Betätigung, Lachen, Allergene oder kalte Luft. Die Beschwerden treten meist in Zusammenhang mit viralen Infekten auf oder werden durch diese verstärkt und verschlimmern sich häufig nachts oder beim Gehen bzw. Laufen.
Man unterscheidet vor allem zwei Formen von Asthma: dem allergische und dem nicht-allergische Asthma. Das allergische Asthma tritt meist im Kindesalter auf und wird durch Allergene wie Tierhaare oder Pollen ausgelöst. Häufig entwickelt sich Asthma aus Heuschnupfen. Beim nicht-allergischen Asthma, das vor allem bei Erwachsenen auftritt, liegen häufig auch Infekte der unteren Atemwege vor. Nicht selten sind Mischformen zu beobachten, sodass die Ursache nicht eindeutig zugeordnet werden kann.
Allergien erhöhen die Anfälligkeit für Asthma, das sie eine Entzündungsreaktion in der Lunge verursachen können. Laut Welt-Gesundheits-Organisation WHO entwickeln 40 Prozent der Patientinnen und Patienten mit allergischem Schnupfen Asthma, 70 Prozent der Asthmakranken leiden auch an einer Allergie.

Behandlung von Asthma
Für eine effektive Asthma-Therapie sind Vorbeugung, medikamentöse Behandlung der Symptome und Kontrolle des Krankheitsverlaufs entscheidend. Die Behandlung der Krankheit ist prinzipiell gegen die Entzündung der Atemwege gerichtet.
Der Kontakt zu Auslösern der Krankheit sollte möglichst konsequent vermieden werden. Diese werden im Zuge der Erstanamnese oder durch einen Allergietest ermittelt. Um Asthma erfolgreich zu behandeln, ist eine Kombination bestimmter Medikamente notwendig: „Befreier“ erweitern die Bronchien und erleichtern das Atmen. Sie werden als Akutmedikation im Bedarf eingesetzt. Entzündungshemmende „Controller“ werden dagegen in Form von inhalativem Kortison dauerhaft gegen die Entzündung verabreicht.

Leben mit Asthma
Um eine bestmögliche Lungenfunktion sicherzustellen und die Beschwerden möglichst gering zu halten, ist eine individuelle, an den Patienten angepasste Behandlung wichtig. Betroffene müssen die ihnen verordneten Medikamente konsequent, regelmäßig und mit der richtigen Inhalationstechnik einnehmen. Nur bei optimaler medikamentöser Einstellung ist eine normale oder fast normale Lungenfunktion über vielen Jahre möglich. Betroffene sollten daher grundsätzlich regelmäßig, meist mehrmals im Jahr, beim Facharzt einen Lungenfunktionstest durchführen und ihre Therapie kontrollieren lassen.



Quellen und weiterführende Informationen:
Austrian Severe Asthma Net
Lungenunion Österreich
Österreichische Gesellschaft für Pneumologie
Gesundheit.gv.at