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Ätherische Öle in der Adventzeit
 
Zauberhafte Düfte
 
Entspannen und genießen, zur Ruhe und inneren Stille gelangen, Abstand gewinnen von Stress und Problemen des Alltags, sich »auf das Christkind freuen« – ätherische Öle können mit ihrem Wohlgeruch viel dazu beitragen.

Bereits die alten Ägypter kannten die Vorzüge der ätherischen Öle. In der Antike trugen wohlhabende Römer am Gürtel oder Hals ein Fläschchen, das einen intensiven Duft verströmte. Es sollte vor Infektionen schützen. Man rieb sich z.B. mit Lavendel ein, um der Pest zu entgehen. Ätherische Öle zählen zu den am häufigsten verwendeten Naturstoffen. Sie sind die wohlriechenden Auszüge aus Blättern, Blüten, Früchten, Gräsern, Hölzern, Rinden und Wurzeln. Mit der Anwendung ätherischer Öle im Bereich der Aromapflege wird an die Erfahrung alter Traditionen angeknüpft. Gleichzeitig ist dieses Gebiet hoch interessant für die Wissenschaft.

Im Riechzentrum – das zum limbischen System gehört – sind nicht nur unsere Gefühle angesiedelt, es werden auch unsere Instinkte geweckt und die Hormonausschüttung angeregt. Die Vorzüge der Aromaöle sind so vielseitig wie die Pflanzen selbst. Sie dienen der Entspannung, fördern die Konzentration und Merkfähigkeit, stabilisieren den Gesundheitszustand und das allgemeine Wohlbefinden.

Duft ist nicht gleich Duft
Entscheidend für die Wirkung ist die Reinheit und Qualität der ätherischen Öle.
Einen wichtigen Hinweis darüber liefert die Deklaration am Etikett:

      • botanischer Name
      • Anbauqualität
      • Ursprungsland der verwendeten Pflanze
      • Gewinnungsverfahren
      • Chargennummer
Reine ätherische Öle werden durch Destillation aus Blüten, Blättern, Hölzern oder Samen gewonnen. Die Düfte der Zitrusfrüchte gewinnt man hingegen durch Kaltpressung der Schalen.

Auf Weihnachts- und in Drogeriemärkten werden immer wieder Öle wie Flieder- ,Veilchen- oder Apfelöl angeboten, die aus den Pflanzen nicht isolierbar sind. Es handelt sich dabei – wie auch oft bei anderen Ölen – um rein synthetische, also künstliche, Öle. Diese rufen Reaktionen hervor, die nicht nachvollziehbar sind, ja sogar gefährlich sein können. Man muss also auch hier auf die Qualität achten. Am besten ist »reine Natur«.

Ätherische Öle verwandeln jedes Zuhause in eine Wohlfühloase. Schnuppern Sie sich einfach durch die ganze Duftpalette und finden Sie Ihre Lieblingsdüfte. Für die Adventzeit eignen sich hervorragend Zimt, Fichtennadeln, Mandarine und Rosenholz.

Zimt
Der süße Duft seiner Rinde umhüllt uns mit Wärme, schafft Wohlbehagen, Entspannung und Harmonie. Zimt ist eines der ältesten und am häufigsten verwendeten Gewürze. Überlieferungen zufolge wurde Zimt bereits eineinhalb Jahrtausende vor Chr. von den Ägyptern für kultische Sitzungen verwendet.

Fichtennadeln
Der aromatische Nadelduft erfrischt und belebt, wie ein Spaziergang durch einen kühlen Fichtenwald. Er befreit die Atemwege, lässt Nervosität und Stress von uns fallen.

Mandarine

Der Duft der sonnengereiften Früchte der Mandarine hellt nebelige Winterabende auf. Die Mandarine bietet sich immer dort an, wo »Trübsal geblasen« wird und Langeweile herrscht. Der Duft ist sehr beliebt, vor allem bei Kindern. Er heitert uns bei Lustlosigkeit auf und inspiriert uns bei Unkonzentriertheit.

Rosenholz
Rosenholz hat einen angenehmen, rosenähnlichen Duft, der die Fantasie anregt, die Stimmung hebt und den Tag angenehm ausklingen lässt. Dieser himmlische Duft öffnet Herz und Sinne für aphrodisische Stunden zu zweit.

Sicherheitshinweise für ätherische Öle
Ätherische Öle immer kühl und dunkel aufbewahren. Vor Kindern geschützt lagern! Nicht bei Säuglingen anwenden, nicht in die Augen bringen und nie pur am Körper anwenden. Bei der Verwendung von ätherischen Ölen ist eine fachlich kompetente Beratung sehr wichtig. Denn nur der geschulte Apotheker weiß über die Wirkungen und Nebenwirkungen dieser uns von der Natur gegebenen Kostbarkeiten Bescheid. So können sich Alt und Jung daran erfreuen.

Tipps für einen harmonischen Adventabend

Raumduft: 5 Tr. Mandarine • 2 Tr. Grapefruit • 1 Tr. Nelke • 1 Tr. Zimt

Aromabad: Nach den Anstrengungen eines Tages gibt es kaum etwas, das so entspannend wirkt, wie ein heißes Bad an einem kalten Winterabend. Sorgen, Stress und Arbeit bleiben vor der Badezimmertür.
Dazu vermischt man 2 Esslöffel Schlagobers*,
1 Teelöffel Honig mit 5 Tr. Mandarine, 5 Tr. Orange und 2 Tr. Sandelholz

*(notwendig, da sich ätherische Öle nicht mit Wasser vermischen.)


Quelle: DIE APOTHEKE