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Die ehemalige Hofapotheke in Wien
 
 
Die k. u. k. Hofapotheke in Wien war ursprünglich eine für den allerhöchsten Hof errichtete Apotheke an der Ecke des Kohlmarktes und der Herrengasse, "nächst der kaiserlichen Burg am Eck gegen St. Michael Freithof über“.


1714 erhielten die Wiener Apotheker ein Privileg. Von den damals bestehenden 11 Apotheken sollte die beste zur Hofapotheke ernannt werden. Die Wahl fiel auf die Apotheke "Zum goldenen Stern“ die damals ihren Standort am Anfang der Kärntnerstraße, rechter Hand vom Stock-im-Eisen-Platz hatte. Mit Kaufkontrakt vom 5. Mai 1744 erwarb Kaiserin Maria Theresia diese Apotheke für den Allerhöchsten Hof. Die Apotheke übersiedelte in die k. k. Stallburg und blieb nun, verschmolzen mit der bereits bestandenen Hausapotheke des Hofes, auch der Bevölkerung zur Verfügung, wie dies aus einer in der Offizin der Hofapotheke angebrachten Inschrift hervorgeht: „Maria Theresia Austriaca augusta et Franciscus primus hanc pharmacopeam pro usu domestico et publico aperiri ornarique jussit anno 1746.“

Die Hofapotheke besaß mehrere Filialen: In den Schlössern Schönbrunn und Laxenburg, und während der Regierungszeit Kaiser Franz Josephs I. wurden Apotheken in Bad Ischl, Budapest und Gödöllö - Ungarn - geführt. Kurzfristig gab es im 18. Jahrhundert auch eine Filiale im Theresianum.


Die ehemaligen Räumlichkeiten der k. u. k. Hofapotheke befinden sich in der Stallburg , in
einem der ältesten Teile der Hofburg, dem
schönsten noch erhaltenen Renaissancebau Wiens. (Foto: KHM Wien)

1991 wurde die Hofapotheke geschlossen. Ab Dezember 1997 befand sich in den denkmalgeschützten Räumlichkeiten ein Lipizzanermuseum (1010 Wien, Reitschulgasse 2 - Ecke Habsburgergasse), Teile der Apothekeneinrichtung sind noch zu sehen.


Hofapotheke einst:

Hofapotheke um 1700












Fotos aus:
Apothekenbilder von nah und fern
Dr. Hans Heger Wien 1896
Bibliothek der Österreichischen Apothekerkammer
Hofapotheke um 1890
Hofapotheke (Materialkammer) um 1890


Jetzt befindet sich dort ein Lifestyle, Accessoires- und Einrichtungsgeschäft mit angeschlossenem Café bzw. Tagesbar "The Old Pharmacy".


Foto: Max Wellan

Foto: Max Wellan

Foto: Max Wellan