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Grippe-Impfaktion Salzburg vom 2.10. bis 29.12.2017
 
Apothekerkammer - Ärztekammer - SGKK wollen Durchimpfungsrate erhöhen
 
Chronisch kranke Menschen sind durch die echte Grippe stark gefährdet. Sie sollen sich deshalb impfen lassen, appellieren Salzburger Ärztekammer, Apothekerkammer und Gebietskrankenkasse gemeinsam. „Wir bieten mit heurigem Herbst die Influenzaimpfung für Gefährdete als Kassenleistung beim Hausarzt an, um die Durchimpfungsrate erhöhen zu können“, erklärt der Obmann der SGKK, Andreas Huss. „Der Hausarzt ist derjenige, der seine Patienten am besten kennt und am besten weiß, wer die Impfung braucht“, begründet der Sprecher der Allgemeinmediziner, Dr. Christoph Fürthauer das neue Angebot. „Die Salzburger Apotheker möchten zu einem verbesserten Impfschutz bei gefährdeten Menschen beitragen und bieten den Impfstoff SANDOVAC deshalb zum vergünstigten Tarif von zehn Euro an“, unterstützt Apothekerkammer-Präsidentin Kornelia Seiwald die Aktion.
Ab 2. Oktober können sich alle Risikogruppen beim Hausarzt impfen lassen und die SGKK übernimmt das Impfhonorar.

Der Impfstoff ist wie bisher selbst zu bezahlen. Im Aktionszeitraum wird von allen Salzburger Apotheken der Impfstoff SANDOVAC zu einem stark vergünstigten Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. Dieser vergünstigte Tarif gilt auch für alle jene, die sich impfen lassen möchten, ohne zur Risikogruppe zu zählen. Ziel der gemeinsamen Initiative von SGKK, Ärzteschaft und Apothekern ist es, die Durchimpfungsrate bei der Zielgruppe zu erhöhen. Darunter fallen u.a. Menschen mit Herzschwäche, Diabetes, COPD oder Asthma, koronaren Herzerkrankungen, aber auch Schwangere oder schwer Übergewichtige. Rund 30.000 Personen in Salzburg fallen in die Risikogruppe. Bisher wurde vermutlich nur ein sehr kleiner Teil davon geimpft.

Die echte Grippe oder Influenza ist eine Viruserkrankung, die von den viel häufigeren grippalen Infekten zu unterscheiden ist. Bei letzteren gibt es eine Fülle von laufend wechselnden Viren, die Erkältungssymptome und (leichtes) Fieber hervorrufen. Aufgrund der unterschiedlichen Erreger ist keine Impfung möglich. Bei der echten Grippe sind es meist bis zu vier weltweit auftretende Viren, gegen die eine Impfung entwickelt wird. Die echte Grippe führt meist zu einem im Vergleich zu grippalen Infekten ähnlichen, aber schwereren und langwierigeren Krankheitsverlauf.