Reiseimpfungen
Gut geimpft - gut gereist
Den Urlaub schon gebucht? Diesmal geht’s ganz weit weg? Die Reiseimpfungen nicht vergessen! In der Apotheke weiß man, was Sie brauchen.

Der schönste Urlaub ist der, von dem man gesund und gut erholt zurück kommt. Das gilt ganz besonders dann, wenn es in die weite Ferne geht. Die richtige Gesundheitsvorsorge trägt viel dazu bei, damit das Urlaubsvergnügen ungetrübt bleibt. Den Anfang könnte gleich ein kleiner Gesundheitscheck machen. Empfohlen wird diese Reisevorbereitung besonders Senioren über 60, Menschen mit chronischen Krankheiten wie Herzkreislauf-Beschwerden oder Lungenkrankheiten und für Patienten, die eine geschwächte Immunabwehr haben.

Was die Reiseimpfungen betrifft - das Basisprogramm für viele Länder besteht noch immer aus den alten „Dauerbrennern“ Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, sowie Typhus. Nicht selten kommt Gelbfieber dazu. Welche Impfungen wann, wo und für wen nötig sind, das hängt nicht nur vom Urlaubsland ab. Auch Reisezeit, Reiseroute und Reisestil sind wichtig. Ist man mit Rucksack unterwegs, um die entlegensten Winkel eines Landes zu erkunden? Oder will man es sich in einem mehr oder weniger von der übrigen Welt abgeschiedenen Feriendorf so richtig gut gehen lassen? Rad- und Motorradfahrer sind übrigens typische Kandidaten für eine Tollwutimpfung. Ihre Wadeln haben es den Hunden aller Länder besonders angetan. Wie auch immer - in der Apotheke wird der individuelle Impflan schnell und kostenlos zusammengestellt. Der Reisevorsorgebesuch in der Apotheke sollte aber schon einige Wochen vor der Abfahrt erfolgen. Einige Impfungen brauchen nämlich eine gewisse „Vorlaufzeit“, damit sie richtig wirken können.

Zwischen Impfvorschriften und Impfempfehlungen besteht ein Unterschied, der vielen nicht bewusst ist. Manchmal werden Impfungen, die „nur“ empfohlen werden, als die weniger wichtigen angesehen. Das sind sie aber ganz und gar nicht. Empfehlungen für Impfungen werden von der Weltgesundheitsorganisation WHO herausgegeben und sind in erster Linie dazu da, den Reisenden zu schützen. Sie werden je nach dem Vorkommen von Krankheiten ständig aktualisiert, man sollte sie im eigenen Interesse sehr ernst nehmen.

Impfvorschriften für ein bestimmtes Land stammen von den jeweiligen Gesundheitsbehörden. Sie bedeuten nicht automatisch, dass die betreffende Krankheit in dem Land auch vorkommt. Die Impfung wird häufig deshalb verlangt, damit die Krankheit nicht eingeschleppt wird. So muss man zum Beispiel eine Gelbfieberimpfung nachweisen, wenn man aus Gelbfiebergebieten Afrikas oder Südamerikas nach Asien einreisen will.

Nicht gegen alles kann man sich impfen lassen. Gegen Malaria zum Beispiel muss man sich durch die Einnahme von Gegenmitteln schützen. Diese unterscheiden sich je nach Reiseziel - Näheres darüber erfahren Sie in Ihrer Apotheke. Man kann aber zumindest Notfallmedikamente in die Reiseapotheke packen - und man kann ein wenig vorsichtig sein. Sonnenstich lässt sich vermeiden, Reisedurchfall sehr oft auch, ebenso Insektenstiche bis zu einem gewissen Grad, Skorpionstiche und Schlangenbisse desgleichen. Übrigens: Unfälle aus Leichtsinn rangieren noch vor Infektionskrankheiten.