Druckansicht
15. Februar: Internationaler Kinderkrebstag
 
Die häufigste Krebsform bei Kindern ist Leukämie
 
Den 15. Februar hat die Internationale Vereinigung der Eltern krebskranker Kinder ICCCPO zum Internationalen Kinderkrebstag ausgerufen.

Foto ICCCPO
    Jedes Jahr erkranken 300.000 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Die Ursache von Krebs ist noch nicht vollständig bekannt. Sicher ist jedoch, dass die Krebszelle falsch programmiert ist und sich so in ihrer Funktion und ihrem Wachstum verändert. Molekularbiologen verstehen bereits schon teilweise, wie diese Vorgänge auf der Ebene der Moleküle tatsächlich ablaufen. Diese Erkenntnisse führen nicht nur zu einer verfeinerten Diagnostik, sondern verbessern vor allem auch die Therapie.


Es ist schwierig, umfassende Daten über die Häufigkeit an Krebs erkrankten Kindern zu erhalten, da in den meisten "low- und middle-income Ländern" keine Krebsregister verfügbar sind.
Die Global Initiative for Cancer Registry Development GICR hat sich zur Aufgabe gemacht, Maßnahmen für die Umsetzung eines nationalen Krebsregisters in low- and middle-income Ländern zu erarbeiten.

In Österreich werden jedes Jahr etwa 200 Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr und etwa 120 Jugendliche (15 bis zum vollendeten 19. Lebensjahr mit einer Krebsdiagnose konfrontiert (<1% aller Krebskranken in Österreich), rund 25 Kinder und 15 Jugendliche sterben jährlich an Krebs.
Die häufigsten Erkrankungsarten im Kindesalter sind Leukämien, Lymphome und Tumoren des Zentralnervensystems (Hirntumoren). Diese machen gemeinsam etwa 60% aller Krebserkrankungen von Kindern aus und sind auch für mehr als die Hälfte aller Krebssterbefälle von Kindern verantwortlich.
Fünf Jahre nach der Diagnose sind 84% der Kinder und Jugendlichen noch am Leben. Die meisten Sterbefälle von Kindern und Jugendlichen ereignen sich durch Leukämien und Tumoren des Zentralnervensystems.
Internationaler Standard zur Klassifizierung und Darstellung von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ist die International Classification of Childhood Cancer in der Version 3 (ICCC-3).




Quelle: Statistik Austria,
www.statistik.at

Die ICCCPO setzt sich dafür ein, dass alle krebskranken Kinder Zugang zu angemessener Diagnostik und Behandlung bekommen, damit unabhängig vom Erkrankungsort überall die höchstmöglichen Heilungsraten erzielt werden. Denn die Unterschiede in den Heilungschancen sind gravierend: In den reicheren Ländern werden über 70 Prozent der erkrankten Kinder dauerhaft geheilt. In den ärmeren Ländern jedoch stehen jedoch die Chancen Krebs zu überleben ungleich schlechter; mehr als 80 Prozent der Kinder versterben aufgrund mangelhafter medizinischer Versorgung.

Näheres auf der Homepage der internationalen Vereinigung der Eltern krebskranker Kinder ICCCPO www.icccpo.org/

Weitere Informationen:
European Society of Pediatric Oncology: www.siope.eu
Österreichische Kinderkrebshilfe: www.kinderkrebshilfe.at
Initiative Kinderreha: www.initiative-kinderreha.at
Elterninitiative: www.elterninitiative.at