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Pilotprojekt 24 Stunden Defibrillatoren vor Wiener Apotheken
 
 

Landtagspräsident Prof. Kopietz vor dem ersten öffentlich zugänglichen Defibrillator vor der Apotheke zur Kaiserkrone in Mariahilf
Foto: Schaub-Walzer/rk-Fotodienst
    In einer Pressekonferenz stellten am 21.9.2009 der Österreichische Apothekerverband, PULS und der 1. Präsident des Wiener Landtages Prof. Harry Kopietz, die ersten öffentlich zugänglichen Defibrillatoren vor vier Wiener Apotheken vor. Mit diesem Pilotprojekt soll ein Beitrag geleistet werden, dass die durch plötzlichen Herzstillstand verursachten Todesfälle eingeschränkt werden.

    Der Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, der Interessenvertretung der selbständigen Apotheker, Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann betonte in seinem Statement: "Die österreichischen Apotheker haben schon wiederholt in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich dem Gedanken der Volksgesundheit besonders verpflichtet fühlen. Die Apotheken sind mit Arzneimitteln für jeden Notfall ausgerüstet und stellen sie rund um die Uhr der Bevölkerung zur Verfügung. Es ist uns daher auch ein besonderes Anliegen, für den Notfall in Apotheken auch einen Defibrillator allgemein zugänglich bereit zu halten."

    Die frühzeitige Defibrillation gilt als das wichtigste Element in der Rettungskette zur Behandlung von Patienten mit plötzlichem Herzstillstand. Daher müssen diese modernen Geräte 24 Stunden verfügbar und für den Laien anwendbar sein. Bachleitner-Hofmann: "Tritt dieser Notfall auf, zählt jede Minute. Bis zum Eintreffen von Rettungskräften kann es schon zu spät sein. Wir erleben immer wieder - vor allem auch im Nachtdienst, dass Menschen in Notsituationen als erstes in der Nachtdienstapotheke anläuten. Deswegen ist es unser Ziel, in den nächsten Jahren möglichst viele Apotheken mit Defibrillatoren auszurüsten. Allerdings ist es nicht optimal, wenn diese Geräte in der Apotheke aufgestellt sind. Sie müssen rund um die Uhr verfügbar sein und daher vor der Apotheke gut sichtbar angebracht werden. Daher haben wir dieses Pilotprojekt gemeinsam mit PULS gestartet."

    Ab sofort stehen der Bevölkerung an vier markanten Standorten in unmittelbarer Nähe der dort angesiedelten Apotheken Defibrillatoren zur Verfügung: Im 7. Bezirk in der Mariahilferstraße 110, im 9. Bezirk vis-a-vis des Franz-Josefs-Bahnhofs am Julius Tandler Platz 10, in der Großfeldsiedlung im 21. Bezirk in der Adolf-Loos-Gasse 9 und im 23. Bezirk nahe den Wohntürmen Alt Erlaa in der Breitenfurter Straße 365.

    "Wir hoffen mit dieser Initiative einen Beitrag zu leisten, dass einige Personen weniger an plötzlichem Herztod sterben müssen", schloss der Präsident.

    Quelle: ots-Presseaussendung Österreichischer Apothekerverband
    Wien, 21.9.2009


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